Arbeitsgruppe MikroformenPrint Button

Das Aufkommen digitaler Datenträger und Dokumentationsformen stellte Archivarinnen und Archivare vor unerwartete Herausforderungen. Andererseits gebot die Vorsicht, bisherige Datenträger nicht unbesehen durch neue Systeme zu ersetzen. Um den Stellenwert des Films (bisher nahezu unbestrittener Langzeit-Informationsträger) im neuen Umfeld besser auszuloten, wurde 1993 die Arbeitsgruppe Mikroformen (AGM) des VSA gegründet. Sie setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern von Archiven und Bibliotheken sowie Fachleuten aus den Bereichen Film und Dienstleistungen, dies aus dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich.

 

Die AGM propagiert die unbestrittenen Vorteile des zeitweise totgesagten, derzeit aber eine Renaissance erlebenden Mikrofilms:

  • Datensicherheit (auch im juristischen Sinne)
  • Physische Haltbarkeit, keine direkte Abhängigkeit von Hard- und Software
  • Relativ geringe Produktionskosten, minimale Speicherkosten
  • Langfristige Sicherung als Kernspeicher, ideal bei nur gelegentlichem Rückgriff auf die Daten
  • Für häufigen Zugriff kann Mikrofilm bei Bedarf nachträglich eingescannt werden.

 

Digitale Informationen müssen periodisch den neusten technischen Anforderungen angepasst werden, was mittelfristig viel teurer zu stehen kommt als eine Sicherung auf Mikrofilm. Neueste Langzeit-Archivsysteme sichern deshalb mittels COM-Technik (Computer Output on Microform) digitale Inhalte codiert oder analog auf Mikrofilm.

 

last update: 14.05.2007Go to top

last edited: 14.05.2007

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